Wir vertreten die Auffassung, dass Mobbing krank macht und folgen den
theoretischen Grundlagen, die Professor Dr. Dr. Heinz Leymann erarbeitet
hat!
Prof. Leymann schreibt:
"Als Mobbing wurde ein Konflikttyp
bezeichnet, der schnell eskaliert und zu sehr großem Schaden bei
der betroffenen Person, bei den betroffenen Betrieben, sowie zu unerhört
großen gesellschaftlichen Kosten im Kranken- und Rentenwesen
führen kann.
Eine Person ist an ihrem Arbeitsplatz gemobbt, wenn sie im Konflikt mit
Kollegen oder Vorgesetzten oder beiden in eine unterlegene Position
gekommen ist und auf systematische, direkte oder indirekte Weise, sehr
oft und während langer Zeit einer oder mehreren von 45 kränkenden
Handlungen ausgesetzt ist.
Das läuft nach längerer Zeit auf einen Zustand hinaus, der zu
psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Schäden führen
kann.
Bei den schwedischen Erhebungen wurde die Definition mit folgenden Maßwerten
ausgestattet:
- mindestens eine der 45 Handlungen
- mindestens einmal die Woche
- mindestens ein halbes Jahr lang."
Weiterhin
vertritt unser Verein die Auffassung :
Mobbing
ist
- mangelnde Fähigkeit zur Kommunikation
- mangelnde Persönlichkeit, Neid, Missgunst und Arroganz
- schlechtes Benehmen, schlechte Umgangsformen
- Unfähigkeit, Konflikte offen auszutragen
- soziale Unsicherheit (ab hier dürfen Sie weiter ergänzen!)

PTSD
- die Posttraumatische Streßbelastung
(aus
psychiatrisches Diagnosehandbuch der WHO/ICD-10, 1991)
Um
von PTSD sprechen zu können, müssen nach dem amerikanischen Diagnosehandbuch
fünf Faktoren festgestellt sein:
(A) das Vorkommen eines psychischen Traumas;
(B) eine gedankliche Inanspruchnahme mentaler Kräfte in der Form,
dass immer wieder und zwanghaft das Erlebnis durchgespielt wird (Prof.
Leymann spricht darüber, dass seine Patienten sehr oft den Ausdruck "Gedankenterror"
wählen);
(C) vergebliche Versuche des/der Betroffenen, von diesen Gedanken loszukommen,
was oft auch zu Selbstisolation führen kann (weil man Situationen vermeiden
will, die Erinnerungen hervorrufen könnten);
(D) eine Kette von mentalen und psychosomatischen Stresssymptomen, und
(E) dieses Problemgebilde muß mindestens einen Monat lang bestanden haben,
damit die Diagnose PTSD gewählt werden kann.
Wir
wissen, dass über die PTSD gesundheitliche Schäden manifestiert werden,
deren Behandlung auch psychotherapeutische Maßnahmen erforderlich machen!
Wir
sind langjährig Betroffene, Ärzte und Interessierte.
Wir unterscheiden Mobbing, Bossing und Bulling, weshalb unser Verein auch
"ANTI MoBB" als Namen führt.

Mobbing
- Bullying - Bossing,
nach Dr. Ralf D. Brinkmann
Mobbing
"Der
Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen,
die
gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen) und
die sehr oft und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit
die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen."
Bullying
Im
angelsächsischen Sprachraum hat sich der Begriff Bullying durchgesetzt,
der soviel wie tyrannisieren, einschüchtern
oder schikanieren
bedeutet. Bullying, das im Ursprung vom Hauptwort "bully" abgeleitet
ist und die Bedeutung "brutaler Mensch" oder "Tyrann"
beinhaltet, geht ebenfalls auf Pikas (1989) zurück und wird zwischenzeitlich
in der wissenschaftlichen Literatur synonym zu "Mobbing" verwendet.
Bossing
Für
die systematische Schikane
durch Vorgesetzte
beginnt sich der Begriff Bossing herauszukristallisieren. Dieser wird
auf die Untersuchungen von Kile (1990) zurückgeführt. Kile
hat in Norwegen auf diesen Umstand aufmerksam gemacht und nennt diese
Variante des Mobbing gesundheitsgefährdende Führerschaft.

Literatur:
Leymann, Heinz (1993)
Mobbing. Hamburg.
Pikas,
Anatol (1989)
The common concern method for the treatment of mobbing. In: Roland/Ereling/Munthe/Elaine
(eds.):
Bullying: An international perspective. London.
Kile,
S. (1990)
Helsefarlege leiarskap.Ein eksplorerande studie. Rapport til Norge Almenvitenskapleige
Forsknkngsrad.
Universität Bergen.
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